Beschreibung der eingereichten Hegeprojekte 2014

Für den Hegepreis 2014 von JagdSchweiz haben 7 Jagdorganisationen ihre Hegeprojekte eingereicht. Die Eingaben zeigen erneut das grosse Spektrum der Hegetätigkeit der Jägerschaft. Auf dieser Seite finden Sie die Beschreibung der einzelnen Projekte.

Vom 1. Juli bis zum 31. August 2014 können Sie sich an der Auswahl jenes Projektes beteiligen, welches mit dem Publikumspreis ausgezeichnet werden soll.

Stimmen Sie ab, welches Projekt den Publikumspreis erhalten soll: HIER geht es zur Abstimmung.

 

01 Projekt „Arnika“; Bad Ragaz (SG)

Wer: Jagdgesellschaft Pardiel, Urs Thomann

  • Was: Das Gesamtprojekt „Arnika“ befasst sich mit dem Lebensraum Pardiel, erstreckt sich zeitlich über die laufende Pachtperiode 2008-2016 und örtlich über das ganze Revier. Es setzt sich zusammen aus den Teilprojekten „Obstbäume“, „Schneisen“ und „Ökowiesen“. Alle Teilprojekte werden alljährlich systematisch bearbeitet, so auch im Jahr 2013. Damit werden die verfügbaren Ressourcen (Arbeitskräfte, finanzielle Mittel) effizient eingesetzt und eine nachhaltige Entwicklung angestrebt. Im Durchschnitt werden dabei jährlich 800 Mannstunden und Fr. 4‘500 aufgewendet. Dieser Aufwand wird nebst den Pächtern auch von vielen jagdnahen Freunden und Familienangehörigen geleistet. Die Arbeiten werden jahreszeitlich so verteilt, dass sie möglichst wenige Störungen in den Einständen der Wildtiere verursachen und mit den Forstarbeiten koordiniert werden können.
  • Fläche: ca. 1‘000 ha
  • Ressourceneinsatz: Der finanzielle Aufwand beträgt im Durchschnitt Fr. 4‘500 pro Jahr. Er setzt sich im Wesentlichen zusammen aus den Kosten der Treibstoffe für Motorsägen, Rückenmäher und Transportfahrzeuge sowie aus den Verpflegungskosten an den Arbeitstagen. Als Treibstoff wird wo immer möglich das umweltschonende Gerätebenzin Aspen® eingesetzt. Ein Teil der Kosten wird in Form von Sachleistungen von den Korporationen (Politische und Ortsgemeinde) und von Einzelpersonen mitgetragen. Hauptsächlicher Kostenträger ist jedoch die Jagdgesellschaft Pardiel. Im Durchschnitt werden jährlich rund 800 Mannstunden geleistet. Die 11 Pächter der Jagdgesellschaft werden dabei massgeblich und unentgeltlich unterstützt von mittlerweile treuen Helfern, vorwiegend aus Jägerkreisen.
  • Weitere Aktivitäten: Die Fortsetzung der systematischen Hegearbeit in den drei bisherigen Bereichen ist beschlossene Sache. Ein nächstes Unterprojekt zielt auf die Pflege eines Moorgebietes im Revier Pardiel ab. Insbesondere durch Ausholzen und mittels Schutzmassnahmen soll das Aufkommen heimischer Pflanzen, wie etwa die Sumpforchis, gefördert werden. Auch Amphibien und Reptilien könnten davon profitieren.
  • Wo: Planquadrat 752 – 757 / 205 - 210
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02 Projekt "Di da cuntrada la biodiversità"; Val Müstair (GR)

Wer: Società Turettas, Franz Martin Tscholl

  • Was: Schaffung eines geeigneten Lebensraums mit grosser Nachhaltigkeit. Überlebensgrundlage für Insekten, Amphibien, Reptilien, Nagern, Fischen und Vögeln verbessern und sichern. Vernetzung der Lebensräume. (Feucht, Trocken) Förderung der Biodiversität und Artenvielfalt. Eine Vernetzung der verschiedenen Gebiete ermöglichen. Grundlage für den Artenschutz. Einbindung der Öffentlichkeit, Informationsaustausch und Lernziel durch Mittarbeit.
  • Fläche: 60‘000 m2
  • Ressourceneinsatz: Fr. 26‘000.- und 700 Std.
  • Weitere Aktivitäten: Ein Hegetag alle zwei Jahre im gleichen Gebiet (Heckenpflege, Steinmauern erhalten, Feuchtbiotop pflegen).
  • Wo: 828780 / 165930
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03 Projekt "Hecken mit Teich"; Krauchthal (BE)

 Wer: Jagd- und Wildschutzverein Hubertus Bern, Stephan Oppliger

  • Was: : Im Rahmen der Vernetzung der Gemeinde Vechigen pflanzten zwei Landwirte über zwei Gemeinden je eine Hecke und einen gemeinsamen Teich für den Glögglifrösche wird noch gebaut. Die Jäger halfen bei der Pflanzung der Hecken.
  • Fläche: 28 a
  • Ressourceneinsatz: ca. Fr. 1'900 und 100 Std. Arbeit
  • Weitere Aktivitäten: Bau des Glögglifroschteiches im Sommer 2014.
  • Wo: Planquadrat 607 373 / 201 155
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04 Projekt "Koordination, Kanalisierung Bikerverkehr"; Merishausen (SH)

Wer: Hegering Durachtal, Werner Stauffacher

  • Was: Mit Sorge hat die Jägerschaft die zunehmende Belastung des Randengebietes durch verschiedene Nutzer dieser wertvollen Landschaft beo-bachtet. Gespräche mit anderen, beruflich in dieser Landschaft tätigen und dem Naturschutz nahestehenden Personen, bestätigten diese Feststellung. Anhand der Verhaltensveränderungen von jagdbarem Wild stand die Vermutung nahe, dass solche Aktivitäten auf die ganze Flora und Fauna Aus-wirkungen haben Es stellte sich bereits zu Beginn des Projektes die Frage, wie man an die Sportler herankommt. Eigentliche Ansprechpartner – sprich ein Verein – fehlte. Zuerst stellte man den Kontakt mit dem Gemeinderat her und stellte das Ansinnen vor. Im Gemeindeblatt wurde über diese Gespräch berichtet. Die Initianten waren sich bewusst, dass es in der Gemeinde eine locker organisierte Interessengruppe „Biker“ gibt, die aber keine Vereinsstruktur und somit keinen Ansprechpartner aufweist. Da es sich um ein auf den Gemeindebann bezogenes Projekt handelte genügten diese Personen als Ansprechpartner. Sollten sich überregionale Interessenkreise melden, könnten auch diese, sofern sinnvoll, einbezogen werden. Eine erhebliche Erschwerung, dies wurde schnell erkannt, war die Tatsache, dass weder in den Bundes- noch in den Kantonalen Gesetzgebungen ein greifbare Paragraph formuliert ist, welcher das Verhältnis Biker, Waldnutzung und Natur regelt.
  • Fläche: ca. 1‘775 ha
  • Ressourceneinsatz: 4 Sitzungen mit 6 bis 10 Teilnehmern zu je 2 – 3 Stunden/ Entwurf und Realisation der Plakate/ Ausbringen der Plakate/ Finanzieller Aufwand, ca. CHF 4000.-
  • Weitere Aktivitäten: Erfahrungsaustausch im ersten Quartal 2014/ Definition der bestehenden, ev. anderer Gebiete/ Coaching anderer interessierter Gemeinden und Hegeringe
  • Wo: Gemeindebann Merishausen
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05 Projekt "Recupero Habitat Fagiano di monte"; Claro (TI)

Wer: Società Cacciatori Claro e dintroni, Mauro dell‘Era

  • Was: Nach der Aufgabe (Verzicht) der Weiden wurde eine kontinuierliche Abnahme von Zwergsträuchern mit einer konsequenten Verbreitung von invasiven Sträuchern beobachtet. Mit der Intervention ist versucht worden, den Lebensraum für den Auerhahn neu aufzubauen.
  • Fläche: ca. 15‘000 m2
  • Ressourceneinsatz: 14 Männer über einen Zeitraum von 2 Tage beschäftigt (Samstag + Sonntag).
    Etwa CHF 2'000 wie folgt aufgeteilt:
    - 3 Helikopterflüge für das Material und ein Teil des Personals
    - 4 Motorsensen
    - 4 Kettensägen
    - 1 Gebläse
    - Kleinwerkzeuge (Scheren, Rechen, ...)
  • Weitere Aktivitäten: Es ist bereits für den Monat August 2014 eine neue Intervention im Gebiet geplant, um die Kontinuität der geleisteten Arbeit zu gewährleisten.
  • Wo: 46.271527, 9.057852
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06 Projekt "Tannli chudern"; Oberlangenegg (BE)

Wer: Jagd- und Wildschutzverein Thun und Umgebung, Peter Walti

  • Was: Seit 1993 betreut das Sonderschulheim Sunneschyn für geistig und lernbehinderte Kinder und Jugendliche, in Zusammenarbeit mit dem Jagd und Wildschutzverein Thun und Umgebung, eine 2 ha grosse Waldparzelle. Jeweils im Herbst wird der Jungwuchs der Weisstanne mit Hanfpflanzenfasern gegen den Wildverbiss geschützt.
  • Fläche: 2 ha
  • Ressourceneinsatz: Pro Jahr werden ca. 60 Arbeitsstunden geleistet. Die Materialkosten betragen ungefähr 40 - 50 SFr. Dazu kommen noch die Autofahrkosten von 180 SFr.
  • Weitere Aktivitäten: In gleichbleibendem Rahmen wird dieses Projekt jährlich weiter-geführt.
  • Wo: Planquadrat 622 500 / 182 2500
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07 Projekt "Wildwarnanlage Pontresina"; Pontresina (GR)

Wer: Jägerverein - Secziun da chatscheders Albris, Gian Carl Lutz

  • Was: Gemäss Statistik des Kantons handelt es sich bei diesem Strassenstück um eine der unfallträchtigsten Stellen bezüglich Wildunfällen. Durchschnittlich wurden auf der Umfahrung Pontresina jedes Jahr rund 10 Widltiere überfahren. Das Wild wechselt hauptsächlich in der Nacht, im Herbst und Frühling die Talseite, vom Tageseinstand auf die Sonnenseite, um zu frischer Äsung zu gelangen. Wir können diese Wanderung nicht verhindern, jedoch die Strassenverkehrsteilnehmer frühzeitig warnen, damit sie ihre Geschwindigkeit reduzieren, wenn das Wild die Strasse überquert. Unsere Wildwarnanlage detektiert mit Sensoren auf einer Strecke von 600 Metern entlang der Strasse, ob sich in der Nähe Wild befindet. Ist ein Wildstück nahe am Strassenrand, werden für kurze Zeit die Verkehrssignale "Wildwechsel" und "Höchstgeschwindigkeit 40 km/h" eingeschaltet.
  • Fläche: 600 Meter, entlang der Kantonsstrasse, Km 1.85 - 2.45
  • Ressourceneinsatz: Gemäss beiliegender Abrechnung hat der Bau und die Entwicklung der Anlage insgesamt Kosten von CHF 125'000.- verursacht. Dank aktiver Suche konnten bis zum 31.12.2013 insgesamt 42 Sponsoren gefunden werden, welche Beiträge von total CHF 48'720.- zu Gunsten dieses Projektes bezahlten. Zusätzlich leisteten zwei einheimische Baufirmen Gratisarbeit (Maschinenstunden) oder Gratislieferungen. Die Elektrofirma, welche die Anlage entwickelte, leistete als Sponsoringbeitrag die Entwicklung der Anlage und diverse Mannstunden gratis. Der Verein steuerte bis heute folgende Beiträge an das Projekt bei: Einnahmen aus Referat: 4'500.-/ Einlage aus Hegekasse: 20'500.-. Zur Deckung der weiteren noch offenen Kosten ist noch folgendes vorgesehen: Einweihungsfeier am 26.7.2014/ Weitere Suche nach Sponsoren. Zusätzlich leisteten unsere Vereinsmitglieder folgende Mannstunden an Fronarbeit: Projektierung, Planung, Administration = 150 Std./ Bau = 200 Std. Falls alle Stricke reissen, und die Secziun da chatscheders Albris die finanziellen Mittel nicht komplett generieren kann, hat die Gemeinde Pontresina die Zusicherung gegeben, ein Darlehen zu banküblichen Zinsen zu gewähren.
  • Weitere Aktivitäten: Mai - August 2014: Pressemitteilungen und Berichte in der Zeitung sowie im Romanischen Fernsehen. Presse-/ Informationsbeitrag im "Bündner Jäger". 26. Juli 2014: Einweihungsfeier der Anlage mit Einladung der Sponsoren, Presse, Politik, Vertreter des BKPJV und des Amt für Jagd Graubünden. Der Wildwechsel findet auf rund 900 Metern statt. Die Wildwarnanlage wurde für 600 Meter bewilligt. Falls festgestellt würde, dass Wild auf diesen restlichen 300 Metern verunfallen sollte, würden wir baldmöglichst in diesem Bereich einen Wildschutzzaun erstellen. Vorabklärungen dazu sind getätigt.
  • Wo: Hauptstrasse 29, Via dal Bernina (Umfahrung Pontresina, Gemeinde Celerina, Koordinaten 788 400 / 152 320)
  • Downloads: Bewerbungsdossier PDF

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