28. Eidgenössisches Jagdhornbläserfest in Brig

Die Alpenstadt Brig am Simplon wird Austragungsort des 28. Eidgenössischen Jagdhornbläserfestes im Jahr 2013 sein. Medienmitteilung lesen

Lamatod: Ursache amtlich nicht feststellbar

23.9.11 / Die Todesursache des Lamas, das auf einem Maiensäss ob Iragna (TI) vor einiger Zeit tot aufgefunden wurde, konnte offiziell nicht festgestellt worden. Dies auch aufgrund des fortgeschrittenen Verwesungszustandes des Kadavers. Ein Vertreter der kantonalen Behörden hatte vor Ort eine Untersuchung im Fall des mutmasslichen Lamaabschusses durchgeführt. Das ist die Position der zuständigen Behörde zur Geschichte, die am vergangenen 21. September vom Blick Online veröffentlicht wurde („Welcher Esel hielt das Lama für einen Hirsch?”). Die Geschichte, mit der mutwillig ein Jäger vorverurteilt wurde, fällt also jäh in sich zusammen.

Die Nachfrage von JagdSchweiz bei den zuständigen kantonalen Stellen ergab folgendes Ergebnis: “Ein Vertreter des Kantons hat sich wegen des mutmasslichen Lamaabschusses nach Premezario auf den Bergen von Iragna begeben. Das tote Tier befand sich innerhalb eines Gehegen neben einem Rustico. Es war nicht mehr möglich, die Todesursache festzustellen, auch aufgrund des fortgeschrittenen Verwesungszustandes des Tierkadavers.”

Dieses Ergebnis war eigentlich voraussehbar. JagdSchweiz hätte zwar ohne Zögern den Abschuss eines unerlaubten Tiers durch einen Jäger verurteilt, der sich nicht anschliessend selbst angezeigt hätte.

So aber verurteilt JagdSchweiz den Blick. Die Todesursache des Lamas wird ungeklärt bleiben, genauso wie die Verantwortung von bestimmten Personen, sollten solche überhaupt mit im Spiel sein. Blick betrieb in diesem Fall Effekthascherei und liess die Einhaltung wichtiger berufsethischer Grundsätze vermissen. Nicht nur wischte Blick Online sachliche Kommentare unter dem Teppich und erfand, ohne Validierung und lediglich aufgrund von Behauptungen direkt Beteiligter, eine unwahre Tiergeschichte. Mit einem solchen Verhalten hat der Blick vielmehr auch bewusst verallgemeinert und eine Gruppe von Personen, die Jäger, zu Unrecht beschuldigt.

Marco Giacometti, Geschäftsführer von JagdSchweiz

 

Das war unser ursprünglicher Beitrag zum Lama-Tod:

21.9.11 / Blick Online bringt heute wieder einmal eine tierische Geschichte. Ein Jäger soll ein Lama mit einer Hirschkuh verwechselt und es erschossen haben. Der Fall spielt sich bei Iragna im Tessin ab. Auf einem Foto, das wohl von den Tierhaltern zur Verfügung gestellt worden ist, erkennt man eine Hautveränderung im Halsbereich. Das tote Lama liegt, mit seitlich gestelltem Hals und Kopf, auf einem flachen, mit Erde bedeckten Boden. „Wir vermuten, ein dummer Jäger hat das Lama für eine Hirschkuh gehalten“, sagen gemäss Blick Online die Züchter Marco Maggetti und Massimo Caste.

Interessant: Im Blick-Bericht wird auf keine tierärztliche Untersuchung oder amtlichen Untersuchungsbericht verwiesen. Aufgrund von Vermutungen der Besitzer wird einem unbekannten Jäger der Vorwurf gemacht, ein Lama mit einer Hirschkuh verwechselt zu haben. Ganz schön dumm! Darauf baut die Blick-Geschichte auf.

Eine Geschichte, die aber einige Fragen aufwirft. Wenn wir davon ausgehen, dass die Lamas in einem Gehege gehalten werden, hätte sich ein Jäger wohl gefragt, was eine Hirschkuh dort zu suchen hat... Zu fragen ist ausserdem, weshalb die „erfahrenen“ Lamazüchter den Tod des Tieres erst zwei Tage später bemerkt haben. Werden die Tiere nicht täglich betreut?

Von ganz zentraler Bedeutung ist jedoch die Frage der Todesursache: ist das Tier tatsächlich an einer Schussverletzung gestorben? Die Hautveränderung auf dem Bild sieht eher nach einer chronischen Erkrankung aus, die bereits seit Wochen besteht. An den Wundrändern wachsen die Haare allmählich nach, so sieht keine frische Schussverlatzung aus! Erfahrene und pflichtbewusste Lamazüchter hätten ein derartiges Leiden sicher festgestellt und fachgerecht behandeln lassen.

Schliesslich die Frage: sollte das Lama tatsächlich an den Folgen einer Schussverletzung gestorben sein: wer hat den Schuss abgegeben? Ein Jäger auf der ordentlichen Hochjagd? Oder ein anderer Bürger, der eine Waffe illegal eingesetzt hat?

Wir halten fest: Blick-Online verurteilt voreilig einen Jäger, ohne mit Sicherheit zu wissen, woran das Lama tatsächlich gestorben ist und wer allenfalls dahinter steht. Wir erwarten, dass diese Geschichte sachlich aufgearbeitet und über die tatsächliche Todesursache berichtet wird. Die Jagdverbände gehen jedenfalls der Sache nach. Fortsetzung folgt.

 

Marco Giacometti

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Die Berücksichtigung der Anliegen der Jägerschaft in allen Regionen der Schweiz macht die Stärke von JagdSchweiz aus. Die Jägerinnen und Jäger im Bundesparlament tragen zu dieser breiten Abstützung wesentlich bei.

Marco Giacometti, Geschäftsführer von JagdSchweiz

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